letztes Update: 05.02.2012

W460

Mein neuer Gebrauchter:

300 GD kurz (03/1980), Süd-Ost-Franzose (aus den französischen Alpen), 122.000 km


Hier noch in überlackiertem classicweiss / cremeweiss - er wird wieder original weizengelb (1)681:


Sehr ordentlicher Innenraum nach 30 Jahren - alles original. Das grausige Lorinser-Lenkrad fliegt natürlich als
eine der ersten Maßnahmen raus ...


Das nenne ich "Gute Substanz" nach 30 Jahren :-)

Es gibt aber natürlich nicht nur Licht, sondern auch Schatten ...:


Die typischste Moderstelle des 460er - Abschlußbleche hinten. Die Spachtelmasse muss samt Blechen weg,
die Bleche neu rein.


Zweite sehr typische 460er-Stelle: Blech vor Kotflügeln hinten


Auch nicht schön: Die Fensterkanten.


Blick in den Motorraum - hier sieht's gut und original aus - hier auch die Originalfarbe "weizengelb" (wohl auch
"manilabeige" genannt) schön zu erkennen.


Durchgehende Sitzbank hinten in sehr ordentlichem Zustand.


Hier auch nochmals gut zu erkennen: Der Originalfarbton (Aufnahmen Sitzbank hinten)


Auch hier Befall durch die braune Pest - muss auch weg und lackiert werden.


Ein originales Becker Europa Cassette Kurier aus 1980 ist bereits besorgt und funktioniert prächtig :-)


Momentaner Zeitplan:

ab KW 21/2010: Bleche schweißen, danach Lackieren bei MB in Originalfarbton.

27.05.2010: Fahrzeug wird zu Zeit bearbeitet. Beide Bleche zu den Radläufen hinten sowie beide Enden hinten müssen komplett ersetzt werden.


11.06.2010: Nach genauerer Analyse macht es dann doch Sinn, einige der vorhandenen Bleche komplett zu ersetzen. Hinten fast komplett, seitlich sowie die Türen müssen neu (bzw. gebraucht) rein. Der Restaurator meines Vertrauens meint, dass der französische Vorbesitzer vermutlich Stuckateurmeister gewesen war, wenn man sich die diversen Schichten an Metallspachtel und sonstiger Schmiere so betrachtet ...

31.07.2010: Es sind doch mehr Stellen durch als gehofft - wie sollte es auch anders sein ...


31.07.2010: Aufgrund der Tatsache, dass die Karosse an diversen Stellen nicht mehr erhaltenswert ist, kommt
als Teileträger ein Feuerwehr-230 G aus 1980 zum "Einsatz". Der ist innen am Ende, technischer Zustand
unbekannt (stand 7 Jahre herum), aber die Karosse ist deutlich besser als die des 300ers:


Einsatzgebiete des kurzen 230ers: zuerst 15 Jahre Duisburg, dann 8 Jahre im Saarland.

08/2010: Ein Ex-207 D (1980) umgebaut auf Wohnmobil OM617 (mit 15.000 km - Antrieb) steht zur Verfügung und
wird als weiterer Teileträger gekauft. Die Chance, einen fast neuen Motor in den G zu bekommen, kann man nicht
verstreichen lassen.

10.08.2010: Der Versuch das Wohnmobil per Hänger aus dem Allgäu zu holen, scheitert.

15.08.2010: Der 30 Jahre alte 207 D fährt auf eigener Achse aus dem Allgäu nach SB:

16.08.2010: Mercedes schickt nach Kampf seit Anfang Juni (Danke an Herrn Fritz von CS!) die lang ersehnte Kopie
der Original-Datenkarte, und will erstaunliche EUR 170.- zzgl. 19% MWSt. dafür haben. Nach klärendem Gespräch
und Einblick in die Dokumente stellt sich heraus, dass keine Datenkarte versandt wurde, sondern eine "Hersteller-Bescheinigung",
die in etwa den heutigen COC-Papieren entspricht. Da ich noch nicht weiß, ob ich so etwas brauche für die Zulassung,
und es auch nicht bestellt habe, bleibt die Bescheinigung bei MB, bis ich mich entschieden habe. Eine ausführlichere
Version der Datenkarte aus dem EPC gab es kostenlos obendrauf. Danke an Herrn Bartsch von Mercedes-Benz Klotz in Fellbach!


Findling aus dem 230G (jetzt Teileträger für meinen 300er)

21.08.2010: Schlachtfest 207 D, Ausbau OM617:

Der 230er sieht sein Ende auch langsam näher rücken ...

02.10.2010: Die Karosserie des 230G ist abgehoben, wird nun geschweißt und für die Lackierung vorbereitet:


(C) JG


(C) JG


(C) JG


(C) JG

20.10.2010: Hersteller-Bescheinigung bei MB abgeholt.

11.12.2010: Aktueller Stand:

03.01.2011: Feuerwehr-Karosse ist nun beim Sandstrahlen - ging vorher nicht aufgrund der Wetter-Verhältnisse.
19.01.2011: Feuerwehr-Karosse kommt zurück vom Sandstrahlen - im Ergebnis besser als befürchtet.

22.01.2011: Zustand nach Sandstrahlen und Beginn der Blecharbeiten:


Die Karosserie wurde absichtlich nicht komplett gesandstrahlt, um keinen Hitzeverzug und Wellen zu riskieren.


Im Bereich der hinteren Seitenbleche gibt es einiges zu rekonstruieren.


MB verkauft die hinteren Seitenteile nur komplett, es gibt den Unterbau also nicht einzeln. Selbst rekonstruieren
ist ebenfalls quasi unmöglich, wenn man ein gutes Ergebnis erzielen möchte. Also bleibt nur, die teurer Komplett-
Wände statt der Außenhaut zu erwerben (kosten ungefähr das 3-fache der Außenhaut ...)


Vermodertes Abschlußblech: wird mittig ersetzt.


Rekonstruktion des Radlauf-Abschlusses hinten links


Original(!)-MB-Abschluß hinten links (rechts auch ...) um circa 5mm pass-ungenau.

05.02.2011: Weiter geht's ...


Original-MB-Blech passend gemacht.


Blick auf das große Ganze ...

Stand 13.03.2011:


Linke Seite weitgehend fertig. Seitenteil(e) Kante an Kante eingesetzt.


Kante hinten links eingepasst.


Seitenteil(e) Kante an Kante eingesetzt


Weiter geht's auf der rechten Seite.


Rekonstruktion des Unterbaus rechts - die Originalbleche sind MB-seits nicht mehr lieferbar, genauso wie
manches Schwellerteil.

Stand 09.04.2011:


Rekonstruktion linke Seite fertig und Rostschutz-grundiert.


Schweller rechts vorne fertig und Rostschutz-grundiert.


nochmals Ecke vorne rechts


Detail Radlauf / Schweller


Letzte Nacharbeiten hintere rechte Ecke


Hintere rechte Ecke fertig und Rostschutz-grundiert.


Stand aus 04/2011 und vom 17.04.2011:


04/2011: Dichtmasse an allen wichtigen Stellen. Rekonstruktion der hintern Abschlussbleche mit einigen
Verbesserungen, damit hier zukünftig nichts mehr modern kann.


17.04.2011: Bild aus der Lackierkabine: Grundierung am Unterboden


17.04.2011: Bild aus der Lackierkabine: Endgültiger Farbton weizengelb (fast farbgleich wie die Grundierung).
Den Rest der Konservierung wird dann FluidFilm erledigen.

17.-20.04.2011: Ich habe Zweifel am 100% passenden Farbton, der am Unterboden lackiert wurde. Er geht mir zu
deutlich in Richtung cremeweiss / hellelfenbein / saharabeige. Der zu meinem Fahrzeug passende Farbton
weizengelb geht mehr in Richtung rot / braun. Zum Vergleich werden von zwei unabhängigen Lieferanten (MB
und Drittanbieter) zwei Lackstifte geordert, um einen Farbvergleich durchführen zu können). Die unten gezeigten
Original-Farbtabellen aus 1981 weichen allerdings vom Original-Lack des 300ers auch erheblich ab (vermutlich
wegen Verfälschungen durch das Druck-Verfahren):



21.04.2011: Die (fast) passende Bedienungsanleitung zum 300er hat mein Vater aufgetrieben. Es handelt sich
um die Ausgabe F, die zusätzlich Ausstattungsmerkmale behandelt, die es 1980 noch nicht gab.



21.05.2011: Innenkotflügel vorne einbaufertig lackiert in weizengelb. Der Farbton passt 1:1 zum Original,
entgegen der Befürchtungen aus April.


21.05.2011: Blick auf die Karosserie (innen bereits auslackiert), weitere Bearbeitung außen beim Lackierer.
Im Vordergrund sind originale 460er-Sonderschutzfelgen zu sehen (nicht meine). Nur noch in homöopathischen
Mengen bei Mercedes zu bekommen, und das ganze auch zu passenden Apothekenpreisen:
Stückpreis EUR 2.089.- netto. Schnäppchen.



02.07.2011: Ausbau des OM617 mit unbekannter Laufleistung aus dem 300er.


02.07.2011: Rechts der alter OM617, links das Austausch-Aggregat.


02.07.2011: Die Karosserie-Arbeiten schreiten voran.


Karosserie- und Lackier-Arbeiten Stand 11.07.2011:



23.07.2011: Karosserie fertig lackiert.


23.07.2011: AT-Motor und AT-Karosserie fertig montiert und wieder eingebaut.


23.07.2011: Die hinteren Karosserie-Aufnahmen (und noch mehr) am Rahmen müssen ersetzt werden. Teilweise sind die Teile noch
lieferbar bei MB, teilweise auch nicht mehr.


23.07.2011: Gereinigter Rahmen, Blick auf Verteilergetriebe und mechanische Sperren-Zylinder.


23.07.2011: Komplettes Fahrgestell am Haken.


06.08.2011: Renovierung Rahmen, Stand Anbauteile Karosserie:


06.08.2011: So kann man G-Häuschen auch elegant bewegen ...


20.08.2011: Aktueller Projektstand:


20.08.2011: Brems- und Sperrenleitungen (teilweise) neu verlegt in Kupfer-Nickel-Qualität.


20.08.2011: Ersatz für vordere Rohe fertig geschweisst.


20.08.2011: Konsole Armaturenbrett eingebaut.

Motor läuft :-)

 


22.08.2011: Hochzeitsvorbereitungen (für letzte Schweissarbeiten am Rahmen vorne):


23.08.2011: Letzte Schweissarbeiten am Rahmen, Rostschutz, Konservierung mit Fluidfilm (innen) und Permafilm (aussen):


Stand 03.09.2011:


Stand 10.09.2011: Kotflügel und seitliche Schutzleisten montiert, Türen und Seitenfenster hinten eingebaut.


Stand 17.09.2011: Türen vorne komplett ergänzt und funktionsfähig. Diverse Anbauteile und Blinker montiert:


Stand 01.10.2011: Alle Türen fertig (mit Schlössern versehen und funktionsfähig), hintere und andere Anbauteile ergänzt, Kühler und Quer-
Traverse vorne ergänzt, Tankstutzen eingebaut:


Stand 13.10.2011: An einer der hinteren Türen ist die Befestigung eines Scharniers gebrochen und muss nun nachgeschweißt werden.
War leider bisher nicht zu erkennen:


Stand 15.10.2011: Innenausstattung (Verkleidungen, Böden, Gurte) sowie Reserveradhalter teilweise fertig gestellt:


Stand 04.12.2011: Bremsen und Kupplung entlüftet, Teile Vorderwagen ergänzt, Motor, Getriebe und Kupplung getestet, Heck fertig gestellt.


Stand 17.12.2011: Innenraum ergänzt, Motorhaube montiert, viele weitere Details:


Und hier läuft mir doch tatsächlich noch ein originales Daimler-Benz Presse-Bild eines langen 460 in weizengelb über den Weg:


(C) Daimler-Benz AG 1979/1980


Stand 31.12.2011: Komplettes Fahrzeug mit Permafilm behandelt:


Stand 04.02.2012: Jungfernfahrt bei perfektem Wetter nach Einbau der hinteren Stoßdämpfer. Es gibt noch viele kleinere Dinge zu
erledigen, aber das "Grosse Ganze" macht einen perfekten Eindruck - fährt sich wie ein Jahreswagen! Der 300er-Antrieb macht trotz der
88 PS richtig Spaß!


Ursprünglich matching numbers Rahmen / Motor / Getriebe.
Der Originalmotor OM 617.931 wurde durch einen MB-Austausch-Motor OM 617.912 mit 15.000 km Laufleistung ersetzt. Umbau
diverser Anbauteile nötig. Das 4-Gang-Originalgetriebe 711.202 wurde ebenfalls durch ein sehr gutes AT-Getriebe selben Typs
und circa 30.000 km Laufleistung ersetzt. Auch hier war der Umbau diverser Anbauteile nötig. Das Original-Verteilergetriebe
750.600 wurde beibehalten.

Ausstattung:

A70 Differentialsperre vorne
A71 Differentialsperre hinten
C70 Stoßstange hinten zweiteilig
E40 Anhängersteckdose 7-polig
E51 Nahentstörung
E54 Antenne
G75 speedometer adapter / Wegdrehzahlausgleich:

Code G75 ist das Winkelgetriebe am Verteilergetriebe, das den Reifendurchmesser an den Tacho anpasst:
(Herzlichen Dank an AS für seine Mühe und Recherche!) (09.03.2011)



J33 Zeituhr
L12 Scheinwerfer Halogen
L16 Nebelscheinwerfer Halogen
L18 Nebelschlussleuchte
M74 Kühlerschutz / Motorschutz unten
Q53 Anhängerkupplung Kugelkopf
R69 Reserveradhalter schwenkbar
S30 Kopfstütze Fahrer
S32 Kopfstütze Beifahrersitz
S55 Sitzbank in Fahrgastraum klappbar
S64 Sicherheitsgurte Sitzbank
V18 Innenausstattung schwarz

V22 Innenausstattung gehobene Ausführung:

Code V22 bezieht sich auf die Türverkleidungen, die laut EPC aus Stoff (gehobene Ausführung) sein sollten.
Es gibt für diesen Code zwei gültige SA-Nummern, nämlich für die Seitentüren sowie für die Rückwandtüren.
(Nochmals herzlichen Dank an AS für seine Mühe und zweite Recherche!) (13.03.2011)

V34 Haltegriff und Armaturenbrett gepolstert
V47 Ablageschale mit Warmluftführung
W51 Rückwandtür zweiflügelig (mit Fenster) -> diese Ausstattung ist original vorhanden, fehlt aber in der Datenkarte. (Danke an Franky)
Y10 Verbandtasche
Y44 Warndreieck
1681 Farbcode weizengelb

Die G-Modelle der ersten Generation gab es laut Prospekt in den fünf Farben:

cremeweiß, weizengelb, coloradobeige, karminrot (= RAL 3002 = altes Feuerwehr-rot), agavengrün

Hier die Original-Farbkarte(n) aus 07/1981 inklusive Sonderfarben als PDFs: