300 GD kurz (03/1980), Süd-Ost-Franzose (aus
den französischen Alpen), 122.000 km
Hier noch in überlackiertem classicweiss / cremeweiss - er wird
wieder original
weizengelb (1)681:
Sehr ordentlicher Innenraum nach 30 Jahren - alles original. Das
grausige Lorinser-Lenkrad fliegt natürlich als
eine der ersten Maßnahmen raus ...
Das nenne ich "Gute Substanz" nach 30
Jahren :-)
Es gibt aber natürlich nicht nur Licht,
sondern auch Schatten ...:
Die typischste Moderstelle des 460er - Abschlußbleche hinten. Die
Spachtelmasse muss samt Blechen weg,
die Bleche neu rein.
Zweite sehr typische 460er-Stelle: Blech
vor Kotflügeln hinten
Auch nicht schön: Die Fensterkanten.
Blick in den Motorraum - hier sieht's
gut und original aus - hier auch die Originalfarbe "weizengelb"
(wohl auch
"manilabeige" genannt) schön zu erkennen.
Durchgehende Sitzbank hinten in sehr
ordentlichem Zustand.
Hier auch nochmals gut zu erkennen: Der
Originalfarbton (Aufnahmen Sitzbank hinten)
Auch hier Befall durch die braune Pest -
muss auch weg und lackiert werden.
Ein originales Becker Europa Cassette
Kurier aus 1980 ist bereits besorgt und funktioniert prächtig :-)
Momentaner Zeitplan:
ab KW 21/2010: Bleche schweißen, danach
Lackieren bei MB in Originalfarbton.
27.05.2010: Fahrzeug wird zu Zeit
bearbeitet. Beide Bleche zu den Radläufen hinten sowie beide
Enden hinten müssen komplett ersetzt werden.
11.06.2010: Nach genauerer Analyse macht
es dann doch Sinn, einige der vorhandenen Bleche komplett zu
ersetzen. Hinten fast komplett, seitlich sowie die Türen müssen neu
(bzw. gebraucht) rein. Der Restaurator meines Vertrauens meint, dass
der französische Vorbesitzer vermutlich Stuckateurmeister gewesen
war, wenn man sich die diversen Schichten an Metallspachtel und
sonstiger Schmiere so betrachtet ...
31.07.2010: Es sind doch mehr Stellen
durch als gehofft - wie sollte es auch anders sein ...
31.07.2010: Aufgrund der Tatsache, dass
die Karosse an diversen Stellen nicht mehr erhaltenswert ist, kommt
als Teileträger ein Feuerwehr-230 G aus 1980 zum "Einsatz". Der ist
innen am Ende, technischer Zustand
unbekannt (stand 7 Jahre herum), aber die Karosse ist deutlich
besser als die des 300ers:
Einsatzgebiete des kurzen 230ers: zuerst
15 Jahre Duisburg, dann 8 Jahre im Saarland.
08/2010: Ein Ex-207 D (1980) umgebaut auf
Wohnmobil OM617 (mit 15.000 km - Antrieb) steht zur Verfügung und
wird als weiterer Teileträger gekauft. Die Chance, einen fast neuen
Motor in den G zu bekommen, kann man nicht
verstreichen lassen.
10.08.2010: Der Versuch das Wohnmobil
per Hänger aus dem Allgäu zu holen, scheitert.
15.08.2010: Der 30 Jahre alte 207 D
fährt auf eigener Achse aus dem Allgäu nach SB:
16.08.2010: Mercedes schickt nach Kampf
seit Anfang Juni (Danke an Herrn Fritz von CS!) die lang ersehnte Kopie
der Original-Datenkarte,
und will erstaunliche EUR 170.- zzgl. 19% MWSt. dafür haben. Nach
klärendem Gespräch
und Einblick in
die Dokumente stellt sich heraus, dass keine Datenkarte versandt
wurde, sondern eine "Hersteller-Bescheinigung",
die in etwa den heutigen COC-Papieren entspricht. Da ich noch nicht
weiß, ob ich so etwas brauche für die Zulassung,
und es auch nicht bestellt habe, bleibt die Bescheinigung bei MB,
bis ich mich entschieden habe. Eine ausführlichere
Version der Datenkarte aus dem EPC gab es kostenlos obendrauf. Danke
an Herrn Bartsch von Mercedes-Benz Klotz in Fellbach!
Findling aus dem 230G (jetzt Teileträger
für meinen 300er)
21.08.2010: Schlachtfest 207 D, Ausbau
OM617:
Der 230er sieht sein Ende auch langsam
näher rücken ...
02.10.2010: Die Karosserie des 230G ist
abgehoben, wird nun geschweißt und für die Lackierung vorbereitet:
(C) JG
(C) JG
(C) JG
(C) JG
20.10.2010: Hersteller-Bescheinigung bei
MB abgeholt.
11.12.2010: Aktueller Stand:
03.01.2011: Feuerwehr-Karosse ist nun
beim Sandstrahlen - ging vorher nicht aufgrund der
Wetter-Verhältnisse.
19.01.2011: Feuerwehr-Karosse kommt zurück vom Sandstrahlen - im
Ergebnis besser als befürchtet.
22.01.2011: Zustand nach Sandstrahlen
und Beginn der Blecharbeiten:
Die Karosserie wurde absichtlich nicht
komplett gesandstrahlt, um keinen Hitzeverzug und Wellen zu
riskieren.
Im Bereich der hinteren Seitenbleche gibt es einiges zu
rekonstruieren.
MB verkauft die hinteren Seitenteile nur
komplett, es gibt den Unterbau also nicht einzeln. Selbst
rekonstruieren
ist ebenfalls quasi unmöglich, wenn man ein gutes Ergebnis erzielen
möchte. Also bleibt nur, die teurer Komplett-
Wände statt der Außenhaut zu erwerben (kosten ungefähr das 3-fache
der Außenhaut ...)
Vermodertes Abschlußblech: wird mittig
ersetzt.
Rekonstruktion des Radlauf-Abschlusses
hinten links
Original(!)-MB-Abschluß hinten links
(rechts auch ...) um circa 5mm pass-ungenau.
05.02.2011: Weiter geht's ...
Original-MB-Blech passend gemacht.
Blick auf das große Ganze ...
Stand 13.03.2011:
Linke Seite weitgehend fertig.
Seitenteil(e) Kante an Kante eingesetzt.
Kante hinten links eingepasst.
Seitenteil(e) Kante an Kante eingesetzt
Weiter geht's auf der rechten Seite.
Rekonstruktion des Unterbaus rechts -
die Originalbleche sind MB-seits nicht mehr lieferbar, genauso wie
manches Schwellerteil.
Stand 09.04.2011:
Rekonstruktion linke Seite fertig und
Rostschutz-grundiert.
Schweller rechts vorne fertig und
Rostschutz-grundiert.
nochmals Ecke vorne rechts
Detail Radlauf / Schweller
Letzte Nacharbeiten hintere rechte Ecke
Hintere rechte Ecke fertig und
Rostschutz-grundiert.
Stand aus 04/2011 und vom 17.04.2011:
04/2011: Dichtmasse an allen wichtigen
Stellen. Rekonstruktion der hintern Abschlussbleche mit einigen
Verbesserungen, damit hier zukünftig nichts mehr modern kann.
17.04.2011: Bild aus der Lackierkabine:
Grundierung am Unterboden
17.04.2011: Bild aus der Lackierkabine:
Endgültiger Farbton weizengelb (fast farbgleich wie die
Grundierung).
Den Rest der Konservierung wird dann FluidFilm erledigen.
17.-20.04.2011: Ich habe Zweifel am 100%
passenden Farbton, der am Unterboden lackiert wurde. Er geht mir zu
deutlich in Richtung cremeweiss / hellelfenbein / saharabeige. Der
zu meinem Fahrzeug passende Farbton
weizengelb geht mehr in Richtung rot / braun. Zum Vergleich werden
von zwei unabhängigen Lieferanten (MB
und Drittanbieter) zwei Lackstifte geordert, um einen Farbvergleich
durchführen zu können). Die unten gezeigten
Original-Farbtabellen aus 1981 weichen allerdings vom Original-Lack
des 300ers auch erheblich ab (vermutlich
wegen Verfälschungen durch das Druck-Verfahren):
21.04.2011: Die (fast) passende
Bedienungsanleitung zum 300er hat mein Vater aufgetrieben. Es
handelt sich
um die Ausgabe F, die zusätzlich Ausstattungsmerkmale behandelt, die
es 1980 noch nicht gab.
21.05.2011:
Innenkotflügel vorne einbaufertig lackiert in weizengelb. Der
Farbton passt 1:1 zum Original,
entgegen der Befürchtungen aus April.
21.05.2011: Blick auf die Karosserie (innen bereits
auslackiert), weitere Bearbeitung außen beim Lackierer.
Im
Vordergrund sind originale 460er-Sonderschutzfelgen zu sehen (nicht
meine). Nur
noch in homöopathischen
Mengen bei Mercedes zu bekommen, und das
ganze auch zu passenden Apothekenpreisen:
Stückpreis EUR 2.089.- netto. Schnäppchen.
02.07.2011: Ausbau des OM617 mit
unbekannter Laufleistung aus dem 300er.
02.07.2011: Rechts der alter OM617,
links das Austausch-Aggregat.
02.07.2011: Die Karosserie-Arbeiten
schreiten voran.
Karosserie- und Lackier-Arbeiten Stand
11.07.2011:
23.07.2011: Karosserie fertig lackiert.
23.07.2011: AT-Motor und AT-Karosserie
fertig montiert und wieder eingebaut.
23.07.2011: Die hinteren
Karosserie-Aufnahmen (und noch mehr) am Rahmen müssen ersetzt
werden. Teilweise sind die Teile noch
lieferbar bei MB, teilweise auch nicht mehr.
23.07.2011: Gereinigter Rahmen, Blick
auf Verteilergetriebe und mechanische Sperren-Zylinder.
23.07.2011: Komplettes Fahrgestell am
Haken.
06.08.2011: Renovierung Rahmen, Stand
Anbauteile Karosserie:
06.08.2011: So kann man G-Häuschen auch
elegant bewegen ...
20.08.2011: Aktueller Projektstand:
20.08.2011: Brems- und Sperrenleitungen
(teilweise) neu verlegt in Kupfer-Nickel-Qualität.
20.08.2011: Ersatz für vordere Rohe
fertig geschweisst.
20.08.2011: Konsole Armaturenbrett
eingebaut.
Motor läuft :-)
22.08.2011: Hochzeitsvorbereitungen (für
letzte Schweissarbeiten am Rahmen vorne):
23.08.2011: Letzte Schweissarbeiten am
Rahmen, Rostschutz, Konservierung mit Fluidfilm (innen) und
Permafilm (aussen):
Stand 03.09.2011:
Stand 10.09.2011: Kotflügel und
seitliche Schutzleisten montiert, Türen und Seitenfenster hinten
eingebaut.
Stand 17.09.2011: Türen vorne komplett
ergänzt und funktionsfähig. Diverse Anbauteile und Blinker montiert:
Stand 01.10.2011: Alle Türen fertig (mit
Schlössern versehen und funktionsfähig), hintere und andere
Anbauteile ergänzt, Kühler und Quer-
Traverse vorne ergänzt, Tankstutzen eingebaut:
Stand 13.10.2011: An einer der hinteren
Türen ist die Befestigung eines Scharniers gebrochen und muss nun
nachgeschweißt werden.
War leider bisher nicht zu erkennen:
Stand 15.10.2011: Innenausstattung
(Verkleidungen, Böden, Gurte) sowie Reserveradhalter teilweise fertig gestellt:
Stand 04.12.2011: Bremsen und Kupplung
entlüftet, Teile Vorderwagen ergänzt, Motor, Getriebe und Kupplung
getestet, Heck fertig gestellt.
Stand 17.12.2011: Innenraum ergänzt,
Motorhaube montiert, viele weitere Details:
Und
hier läuft mir doch tatsächlich noch ein originales Daimler-Benz
Presse-Bild eines langen 460 in weizengelb über den Weg:
(C) Daimler-Benz AG 1979/1980
Stand 31.12.2011: Komplettes Fahrzeug
mit Permafilm behandelt:
Stand 04.02.2012:
Jungfernfahrt
bei perfektem Wetter nach Einbau der hinteren Stoßdämpfer. Es gibt
noch viele kleinere Dinge zu
erledigen, aber das "Grosse Ganze" macht einen perfekten Eindruck -
fährt sich wie ein Jahreswagen! Der 300er-Antrieb macht trotz der
88 PS richtig Spaß!
Ursprünglich matching numbers Rahmen / Motor /
Getriebe.
Der Originalmotor OM 617.931 wurde durch einen MB-Austausch-Motor OM
617.912
mit 15.000 km Laufleistung ersetzt. Umbau
diverser Anbauteile nötig. Das 4-Gang-Originalgetriebe
711.202 wurde
ebenfalls durch ein sehr gutes AT-Getriebe
selben Typs
und circa 30.000 km Laufleistung ersetzt. Auch hier war der Umbau
diverser Anbauteile nötig. Das Original-Verteilergetriebe
750.600 wurde
beibehalten.
Code G75 ist das Winkelgetriebe am
Verteilergetriebe, das den Reifendurchmesser an den Tacho anpasst:
(Herzlichen Dank an AS für seine Mühe und Recherche!) (09.03.2011)
Code V22 bezieht sich auf die
Türverkleidungen, die laut EPC aus Stoff (gehobene Ausführung) sein
sollten.
Es gibt für diesen Code zwei gültige SA-Nummern, nämlich für die
Seitentüren sowie für die Rückwandtüren.
(Nochmals herzlichen Dank an AS für seine Mühe und zweite Recherche!)
(13.03.2011)
V34 Haltegriff und Armaturenbrett gepolstert
V47 Ablageschale mit Warmluftführung
W51 Rückwandtür zweiflügelig (mit Fenster) -> diese Ausstattung ist
original vorhanden, fehlt aber in der Datenkarte. (Danke an Franky)
Y10 Verbandtasche
Y44 Warndreieck
1681 Farbcode weizengelb
Die G-Modelle der ersten Generation gab es laut Prospekt in den fünf
Farben: